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Post subject: Nvidia und offene Linuxtreiber
Posted: Jun 24, 2008 - 08:51 AM
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Joined: Nov 30, 2006
Posts: 964
Location: DE, Südöstliches Oberbayern
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...schon etwas befremdlich diese Haltung von Nvidia
http://www.golem.de/0806/60585.html |
_________________ Ciao bluelupo
PC: 2.6.27-7.slh.1-sidux-686 , AMD Athlon 64 3800+, NV 7600GT, 2 GB RAM
NB: ACER Aspire 5920G-702G25HN, 2.6.27-7.slh.1-sidux-amd64, Intel Core 2 Duo T7700 2,4 GHz, NV 8600GT, 4 GB RAM
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Post subject: RE: Nvidia und offene Linuxtreiber
Posted: Jun 24, 2008 - 10:18 AM
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Team Member

Joined: Nov 24, 2006
Posts: 2010
Location: w3
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Ich hatte kürzlich die Möglichkeit mit einem Entwickler zu sprechen, der bei Nvidia arbeitet (zwar nicht bei den Grafiktreiber-Leuten, aber er kennt die Probleme).
Das Haupthindernis zur Code-Freigabe ist im Fall des nividia Grafiktreibers nach seiner Aussage, dass er eine Menge an zugekauften Teilen beinhaltet, die von den eigentlichen Herstellern sehr strikt lizensiert sind. Der Anteil eigenen Codes am Treiber liegt laut seiner Schätzung bei max. 30%. Dazu kommt, dass ein guter Teil der zugekauften Codeteile von Herstellern stammt, die es gar nicht mehr gibt, deren Lizenzrechte allerdings weiterhin von Rechtsanwälten gehalten werden. Und die sind natürlich der Meinung, dass sie Ihre "Ware" schützen müssen.
Die alternative Freigabe der vollständigen Spezifikationen ist auch sehr problematisch. Im übrigen ist auch bei ATI noch lange nicht alles Wesentliche zugänglich gemacht worden, man verlässt sich also immer noch auf Versprechungen.
Nvidia hat früher massiv das Entwicklerteam unterstützt, das im Rahmen des Xorg-Projektes den freien nv Treiber entwickelt. Auch heute noch sind im Xorg Team 2 bezahlte Nvidia Mitarbeiter, die auf Teilzeitbasis für die Arbeit an nv freigestellt sind. Es gibt allerdings auch hier eine Grenze: Einige der Funktionen der Grafikkarten unterliegen Patenten von Bauteil-Zulieferern. Diese Hersteller wollen/können die zugehörigen Firmware/Treiberteile nicht freigeben, insbesondere aus Angst vor der harten Konkurrenz in diesem Bereich.
Nvidia (und offensichtlich seit kurzem auch ATI) hat erkannt dass hier ein Problem kumuliert, und versucht daher seit einiger Zeit bei neuen Zuliefererverträgen darauf Rücksicht zu nehmen. Da sich das aber nur auf neueste Produkte auswirkt, ist eine Lösung erst in Sicht wenn die letzte Nvidia-Karte < 9xxx kaputt ist. In der Zwischenzeit hat Nvidia eine Vielzahl von Developer-Tools bereits unter Open Source Lizenzen gestellt.
Nvidia ist also nicht "böse", oder gar "schlechter als ATI", sondern hat zu einer Zeit Linux und Open Source unterstützt als das bei ATI keiner tun wollte. Die jüngste Trendwende bei ATI zu diesen Themen ist zwar angekündigt, aber noch lange nicht komplett umgesetzt. Bei beiden Firmen ist also nun Bereitschaft und Interesse gegeben, sich mehr für Linux und Open Source zu bemühen, aber bei beiden ist das ein langsamer und komplexer Prozess.
Als Käufer muss man eben abwägen:
Ist mir Open Source wichtig?
Nein? Dann nehme man Nvidia, die produzieren nachweislich seit Jahren den deutlich stabilereren, besseren und immer aktuell zu neuen Kerneln passenden Closed Source Treiber.
Ja? wenn ich auf 3D angewiesen bin, kann ich hier nur ATI empfehlen. Ältere Modelle sind bereits perfekt von freien Treibern unterstützt, und der Entwicklungsfortschritt bei den quelloffenen Treibern für neueste Modelle ist gut. Wenn ich 3D und extreme Performance der Grafikkarte nicht benötige (wie z.B. auf normalen Büroarbeitsplätzen, etc.) ist auch der freie nv Treiber und daher Nvidia eine solide Wahl.
Und insgesamt ist es wichtig die Firmen immer wieder drauf hinzuweisen, dass sich etwas ändern muss. Das kann man auch mit der Brieftasche, indem man beim nächsten Notebook eben eines mit Intel-Chipsatz nimmt.
Greetings,
Chris |
_________________ 64bit stuff for sidux
development is life - code.zikula.org
an operating system must operate - sidux.com
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Post subject: RE: Nvidia und offene Linuxtreiber
Posted: Jun 27, 2008 - 11:35 AM
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Joined: Dec 04, 2006
Posts: 554
Status: Offline
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Die Wahl haben aber nur die Leute denen 3D-Power nicht wichtig ist.
Denn die Intel-dingers sind selbst verglichen mit Ati oder Nvidias Lowest-End-chips noch lahmarschig.
Wenn soviel zugekauft ist bei den chips & technologien, frage ich mich wie dies überhaupt schaffen daraus treiber zu basteln die halbwegs funktionieren!? das muss ja der reinste flickenteppich sein.
Wenn man mich fragt, ist die größte Hürde die im Kopf.
Abgesehen davon, dass dann ja jeder nachvollziehen könnte welche zwielichtigen "optimierungen" in den Treibern stecken um in Kracherspiel A oder theoretischem Benchmark B besser dazustehen...
Wenn nur 30% am Treiber von Nvidia sind, ist die Qualität des TReibers ja auch nur zu 30% deren verdienst!? Cooles Statement... "Wir sind nur zu einem drittel dafür verantwortlich dass unser Kram so funktioniert wie er soll..."
Aber dann Monsterchips mit 1,4 Milliarden Transistoren auflegen, die in Stückzahlen abgesetzt werden, die in der Bilanz wahrscheinlich gar nicht mehr zu sehen sind...
Jedenfalls schön zu sehen dass der offene Ati-treiber fprtschritte macht und auch nv nicht komplett ausstirbt.
Wäre sehr schade wenn man diese x-hundert-euro Transistorenmonster unter linux nur im VESA-Modus betreiben könnte, ohne den Kernel zu vergewaltigen...
Dennoch find ich es frech von nvidia das in dem verlinkten Artikel so darzustellen, also ob niemand offene Treiber haben will... klar, ihr Closed-Source-Treiber ist gut...ohne Frage... aber es ist und bleibt ein binary blob, der 1. im Kernelspace nix verloren hat, 2. theoretisch das ganze System kompromittieren könnte und daher im krassen Widerspruch zur Opensource-Philosophie steht und 3. potentiell Illegal ist.
Mögen die Götter (welche usnerer vielen mit Namen genannten, könnt ihr euch aussuchen) irgendwann diesem Irrsin ein Ende bereiten... "Save the Bits & Bytes!" *Greenpeace-Splittergruppe gründ*
grüßchen
ich |
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Post subject:
Posted: Jun 27, 2008 - 11:38 PM
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Joined: Dec 02, 2006
Posts: 415
Location: Germany/NRW
Status: Offline
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| Ganz würde ich einen Open Source-Plan von nVidia noch nicht abschreiben, zumindest nicht vor September. Aber ja, die freien AMD-Treiber machen deutliche Fortschritte, dass kann ich mit einem bereits sehr gut unterstütztem R500 schon gut beurteilen, auch wenn es bald ein RV770 wird (der mit UVD2 eine HD-Videobeschleunigung im freien Treiber bekommen wird, die es woanders bisher nicht mal im geschlossen Treiber gibt - natürlich vergehen bis dahin noch ein paar Monate). |
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Post subject:
Posted: Jul 01, 2008 - 10:00 PM
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Joined: Dec 28, 2007
Posts: 154
Status: Offline
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Hi,
bei mir steht in den kommenden Monaten ein neuer Rechner an, mein alter PC hat einen Athlon 750 MHz, 512 Ram und ist aus dem Jahr 2000.
Je mehr ich hier Statements zu Nvidia, Ati und den Treibern lese, desto mehr bekomme ich Interesse an Mainboards mit integriertem Intel Grafik Chip. Ich spare Strom und einen zusätzlichen Lüfter. Dabei spielt natürlich eine Rolle, was ich mit dem neuen PC möchte:
- Videofähigkeit (kein Blueray) geht locker
- Oberflächenbesonderheiten mit Compiz / kde4.1 funktionieren
- freie Softwarespiele wie OpenArena laufen sogar unter meiner alten Matrox GA 400 flüssig
- GoogleEarth (zugegeben proprietär) läuft schon flüssig unter meinem IBM Thinkpad mit integriertem Intel Grafik Chip der älteren Generation
- mal ein wenig ressourcen fressendes Spiel der Mittelklasse wird vermutlich keine Schwierigkeiten machen
- gute 2D Leistung geht schon mit meinen jetzigen alten Grafikkarten
Viel wichtiger ist für mich eine gute Soundkarte, es wird vielleicht eine RME Hammerfall, die sehr gut von Alsa unterstützt wird. Ein Einspielen von Musik über Musescore per Keyboard interessiert mich.
Einige Mainboards mit integrierter Intel Grafikkarte habe ich schon entdeckt, vielleicht kann mir da noch jemand etwas Gutes empfehlen. Der neue PC soll schon sehr leistungsfähig sein, nur eine Monster Grafik Karte brauche ich nicht.
Beste Grüße,
Holger |
_________________ mein Desktop PC: sidux 2008-03 AMD64 mit Kernel 2.6.26, KDE 3.5.10
Desktop PC meiner Freundin: sidux 2008-03 mit Kernel 2.6.26, KDE 3.5.10
Notebook: sidux 2008-03 mit Kernel 2.6.26, KDE 3.5.10
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Posted: Jul 01, 2008 - 10:12 PM
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Joined: Nov 25, 2006
Posts: 2571
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| Zumindest wenn ein TFT mit auf dem Speiseplan steht, wird die Auswahl für onboard Intelgrafik und DVI Port (der ist bei TFT sehr zu empfehlen) leider überschaubar - dies sollte sich mit den Intel G45/ Q45 Chipätzen in den nächsten Monaten allerdings ändern. |
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Post subject:
Posted: Jul 01, 2008 - 10:33 PM
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Joined: Dec 28, 2007
Posts: 154
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Hi @Stefan,
danke für den Hinweis. Ich habe mir vor kurzem erst einen neuen TFT Monitor geholt, der neben dem analogen Anschluss auch DVI hat.
Du schreibst etwas von einigen Monaten, in denen die neuen Intel Chipsätze heraus kommen sollen. Kannst Du mir eine gute Quelle nennen, wo ich von Zeit zu Zeit mich kundig machen kann, wie der Entwicklungsstand ist, und es mit diesen neuen Chips und deren technischen Daten aussieht?
Beste Grüße,
Holger |
_________________ mein Desktop PC: sidux 2008-03 AMD64 mit Kernel 2.6.26, KDE 3.5.10
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Posted: Jul 11, 2008 - 04:02 PM
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Joined: Dec 04, 2006
Posts: 554
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übrigens, die ressourcenfressenden spiele der mittelklasse laufen auch nur dann auf intel, wenn sie a) ältere semester sind oder b) sowieso grafisch nicht viel verlangen, alla strategiespiele etc.
Man muss sich vor augen halten, wir leben im Zeitalter der DX10-Spiele, wo bei neueren titeln sogar eine ältere Geforce ins schwitzen kommt.
DX11 steht vor der Ankündigung, und auch wenn das uns linuxer nur sekundär berührt, hat es doch einfluss auf die Spieleentwickler und darauf mit was sie so planen/vorraussetzen.
Und wenn es um Grafikpower geht, hat man von intel zumindest vor dem erscheinen von Larabee nicht viel zu erwarten....
ich tendiere inzwischen statt onboard-grafik zumindest bei dektops eher zu kleinen, passiv gekühlten radeons oder geforces.
Die sind meistens auch nciht viel hungriger, ebenso leise und sind austauschbar, sollte man mal mehr saft brauchen...
grüßchen
me |
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